In der Pfarrkirche St. Peter und Paul feierte Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Stefan Anzinger am Heiligabend einen stimmungsvollen Gottesdienst für Familien. Gemeinsam wurden viele vertraute Weihnachtslieder gesungen und das Weihnachtsevangelium gehört. Zahlreiche Familien waren der Einladung gefolgt und freuten sich besonders auf das Krippenspiel unter dem Titel „Gott schenkt uns seinen Sohn“.
Die Ministrantinnen und Ministranten erzählten die Weihnachtsgeschichte in mehreren zeitgemäßen und liebevoll gestalteten Szenen. Gemeinsam mit Religionslehrerin Anna Seidl hatten sie das Spiel sorgfältig einstudiert. Passend gekleidet traten Hirten mit ihren Schafen, die drei Könige mit Kamelen sowie Maria, Josef und der Engel auf – und machten die biblische Erzählung besonders für die Kinder lebendig.
Maria, hochschwanger und voller Sorge und Josef machten sich auf den langen und beschwerlichen Weg nach Betlehem. Die Hirten, zunächst mutlos und erschöpft, ließen sich durch die Botschaft des Engels aufrichten und machten sich ebenfalls auf den Weg zum Kind in der Krippe. Die drei Weisen wiederum folgten dem Stern, auf der Suche nach Antworten auf ihre großen Fragen. An der Krippe fanden schließlich alle, was sie suchten: Frieden, Hoffnung und Liebe.
Das Krippenspiel schlug dabei eine Brücke in die Gegenwart und zeigte, dass auch heute viele Menschen nach Sinn und Orientierung suchen. Humorvolle Elemente lockerten die Szenen auf, ohne die zentrale Botschaft der Weihnachtsgeschichte aus dem Blick zu verlieren.
Für ihren engagierten Auftritt wurden die Darstellerinnen und Darsteller Nica und Magdalena Ablaßmeier, Hannah Buchner, Johannes Ewender, Franziska Hauner, Lea Hofer, Nina Jandke, Amelie Keckeisen, Elisa Kellner und Jakob Swierczek mit viel Applaus belohnt. Sie freuten sich, den zahlreichen großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern die Freude und Tiefe der Weihnachtsbotschaft nähergebracht zu haben.
Mit dem Weihnachtssegen und einer kleinen Weihnachtslaterne als Geschenk gingen die Familien nach Hause, um dort das Fest weiterzufeiern.
Auch die Weihnachtsgottesdienste standen im Zeichen der Freude und des Staunens. Am Heiligabend um 17 Uhr gestaltete die Familie Weber, mit Maria Weber an der Orgel die Messfeier musikalisch. Die Christmette prägten Martha Spielbauer im Gesang und Stefan Weiser an der Orgel. Die Botschaft lautete: Gott wird Mensch, damit wir das Menschsein nicht verlieren.
Am ersten Weihnachtsfeiertag bereicherte der Kirchenchor der Pfarrkirche St. Peter und Paul den Festgottesdienst. Unter der Leitung von Anna Doering und Vinzenz Doering, Assistent der Dommusik München, an der Orgel, wirkten die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit einem Streichquartett mit. Besonderer Höhepunkt war die Uraufführung der „Pastoralmesse in G“ in der das Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei aus der Feder des Organisten Doering stammten. Die Gläubigen spendeten nach dem Gottesdienst langen, anerkennenden Applaus für die wunderbare musikalische Darbietung.
In seiner Predigt stellte Pfarrer Anzinger die Frage nach dem Sinn von Weihnachten und verwies auf das Johannesevangelium: „Gott ist Wort und Licht. Gott ist Mensch geworden, für dich.“ So wurden alle Weihnachtsfestgottesdienste in Ergoldsbach besinnlich und feierlich begangen, getragen von hochwertiger Kirchenmusik und dem zentralen Weihnachtsgedanken, der Herrlichkeit eines Gottes, der sich klein macht, damit wir groß werden.