„Begeistert von Gott“: 53 Jugendliche empfangen das Sakrament der Firmung

19.09.2026

Ein besonderer Tag des Glaubens und der Gemeinschaft war die Firmung von 53 Jugendlichen aus der Pfarreiengemeinschaft Ergoldsbach-Bayerbach. Gemeinsam mit ihren Familien und Paten feierten sie in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Peter und Paul einen festlichen Gottesdienst. Im Mittelpunkt stand die Zusage Gottes, die jungen Menschen auf ihrem weiteren Lebens- und Glaubensweg zu begleiten und zu stärken.

Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg stand der Eucharistiefeier als Hauptzelebrant vor. Mit ihm feierten BGR Pfarrer Stefan Anzinger, Kaplan Ramon Rodriguez und Pfarrvikar Dr. Dominic Tawiah.

Neue geistliche Lieder, begleitet von Maria Weber an Orgel und E-Piano, Manuela Faltermeier an der Akustikgitarre und Susanne Weber mit Kantorengesang, gaben der Feier einen festlichen und zugleich lebendigen Charakter. Die musikalische Gestaltung lud die Gemeinde zum Mitsingen und zur bewussten Mitfeier ein.

In seiner Predigt stellte Weihbischof Pappenberger zwei zentrale Zeichen des Glaubens in den Mittelpunkt: das kostbare Chrisamöl und das Kreuzzeichen. Er erinnerte die Jugendlichen daran, dass ihr Weg mit Gott bereits in der Taufe begonnen hat. Schon damals wurden sie mit Chrisam gesalbt und mit dem Kreuzzeichen bezeichnet. In der Firmung werden diese Zeichen erneut aufgegriffen und machen sichtbar: Die Jugendlichen gehören zu Christus, sind von Gott angenommen und durch seinen Heiligen Geist gestärkt. Die Salbung mit Chrisam ist ein Zeichen besonderer Würde und Berufung. Das kostbare, wohlriechende Öl wird auch bei der Taufe sowie bei der Weihe von Priestern, Bischöfen und Altären verwendet. Damit verbunden ist der Auftrag, die empfangenen Gaben nicht für sich selbst zu behalten, sondern sie zum Wohl anderer einzusetzen. Auch das Kreuz nahm in der Predigt einen wichtigen Platz ein. Der Längsbalken verbindet Himmel und Erde, der Querbalken steht für die Verbindung der Menschen untereinander. Durch Tod und Auferstehung Jesu ist das Kreuz zum Zeichen der Hoffnung und des Lebens geworden.

Taufe, Eucharistie und Firmung begleiten den Glaubensweg und führen immer tiefer in die Gemeinschaft mit Christus und seiner Kirche. Die Firmung stärkt die Jugendlichen besonders durch den Heiligen Geist und ermutigt sie, ihren Glauben im Alltag zu leben.

Vor der eigentlichen Firmspendung erneuerten die Jugendlichen vor der Pfarrgemeinde ihr Taufversprechen. Beim gemeinsamen Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehn“ bekräftigte anschließend auch die Gemeinde ihren Glauben und ihre Verbundenheit mit den jungen Christen.

Die Spendung des Firmsakraments bildete den Höhepunkt der Feier. Begleitet von Instrumentalmusik und kurzen erklärenden Texten empfingen die 53 Jugendlichen durch Weihbischof Pappenberger das Sakrament der Firmung. Sie wurden mit Chrisam gesalbt und empfingen die Zusage des Heiligen Geistes. Auch am weiteren Gottesdienst beteiligten sich die Firmlinge aufmerksam mit Gesang, Gebet und den Fürbitten.

Zum Ende der Eucharistiefeier dankte Pfarrer Stefan Anzinger allen, die zur Vorbereitung und Gestaltung des Festtages beigetragen hatten. Zwei Firmlinge überreichten dem Weihbischof stellvertretend für alle einen Blumenstrauß.

Mit dem gemeinsamen Gesang des „Te Deum“ fand die Feier ihren würdigen Abschluss. Ein Gruppenfoto hielt den besonderen Tag fest. Beim anschließenden Umtrunk auf dem Kirchplatz waren die Jugendlichen, ihre Familien, Paten und die Gottesdienstgemeinde noch zur Begegnung und zum Austausch eingeladen.

Text: Doris Brückl; Foto: Barbara Deifel