„Dass i des no erleben darf …!“ Mit diesen tief bewegten Worten begrüßte Schwester Thekla vor kurzem den „Zweigesang Ergoldsbach“ im Kloster Mallersdorf.
Bereits am Tor des Klosters waren der Ergoldsbacher Geistliche Pfarrer Stefan Anzinger sowie Doris Brückl freudig empfangen und anschließend auf die Empore der Mutterhauskirche begleitet worden.
Um 19 Uhr begann die feierliche Maiandacht in der von warmem Kerzenschein erhellten Kirche der Franziskanerinnen. Viele Schwestern waren gekommen, um gemeinsam zu beten und die besonderen Klänge der zweistimmigen Marienlieder in sich aufzunehmen.
Nach dem Eingangslied „Ein Bild ist mir ins Herz gegraben“ und dem einfühlsamen Orgelvorspiel von Schwester Johanna-Franziska eröffneten Pater Aloysius und Schwester Therese die Andacht mit liturgischer Begrüßung und Gebet.
Betrachtungstexte, meditative Orgelstücke und Wechselgebete, die die Schönheit und Bedeutung der Gottesmutter hervorhoben, standen in engem Zusammenspiel mit den Marienliedern „Maria, du Schöne“ und „O Maria, Gnadenvolle“. Kerzenlicht und liebevoll arrangierter Blumenschmuck vor der Marienstatue verliehen dem Gotteshaus eine würdige und zugleich innig berührende Atmosphäre.
Nach dem Dankeswort von Pater Aloysius, einem herzlichen Applaus der Schwestern und dem Schlusssegen erklang das marianische Abendlied „Leise sinkt der Abend nieder“. Die Maiandacht fand ihren Ausklang in einem festlichen Postludium an der Orgel. Währenddessen zeigte sich draußen ein farbenprächtiger Regenbogen über Mallersdorf – als hätte auch die Natur diesen besonderen Abend mitgestalten wollen.
Zum Abschied dankte Schwester Thekla den beiden Sängern auf ihre gewohnt herzliche Art für ihr Kommen und überreichte ihnen als „Vergelt’s Gott“ eine Flasche Klosterwein.