Am Sonntagabend füllte sich die Pfarrkirche St. Peter und Paul rasch mit erwartungsvollem Publikum. Für den zweiten Teil der neuen Konzertreihe „Abendmusiken am Goldbach“ war Domkantor Maximilian Jäger aus Passau zu Gast.
Kirchenmusikreferent Vinzenz Doering, Initiator der Reihe, begrüßte die Zuhörer und führte kurz in das Programm ein, das ganz im Zeichen österlicher Orgelklänge stand.
Schon mit den ersten Takten des „March in C“ von Christopher Tambling zog Jäger das Publikum in seinen Bann. Auf der Schädler-Orgel überzeugte er durch klare Artikulation, präzises Spiel und ein ausgeprägtes Stilgefühl. Besonders eindrucksvoll waren seine Improvisationen über die Osterlieder „Christ ist erstanden“ und „Nun freue dich, du Christenheit“, die er ausdrucksstark und mit feinem Gespür für die Akustik des Kirchenraums gestaltete.
Die Zuhörer lauschten konzentriert; viele hielten den Applaus bewusst bis zum Schluss zurück, manche schlossen die Augen, um die fein ausgearbeiteten Klangnuancen ganz auf sich wirken zu lassen. Jäger setzte die Register äußerst gezielt ein und schuf eindrucksvolle Kontraste zwischen zurückgenommenen, fast zarten Tönen und kraftvoll-fulminanten Passagen. Technik und musikalischer Ausdruck griffen dabei nahtlos ineinander.
Im Finale „Halleluja, lasst uns singen“ entfaltete er schließlich die ganze Klangfülle des Instruments und nutzte die Möglichkeiten der Orgel voll aus. Langanhaltender Applaus und stehende Ovationen dankten ihm für seine Darbietung – die er mit einer Zugabe erwiderte.
Am Ende waren sich alle einig: Dieses Konzert wird noch lange nachklingen und war ein Höhepunkt für alle Freundinnen und Freunde der österlichen Orgelmusik.
Die Reihe „Abendmusiken am Goldbach“ wird am 3. Mai um 19 Uhr fortgesetzt. Dann präsentieren Yiliam López (Blockflöte) und Bernhard Grobbel (Cembalo) von der Hochschule für Kirchenmusik in Regensburg ein Programm unter dem Motto „Alte Musik ohne Grenzen“.