Schatten gesucht, Gemeinschaft gefunden Patroziniumsgottesdienst und Pfarrfest bei hochsommerlichen Temperaturen gefeiert

28.06.2026

Ministranten in Deutschlandtrikots gekleidet, ein Pfarrer auf der Suche nach einem schattigen Predigtplätzchen und „Hydration Breaks“ für die Gläubigen während des Gottesdienstes.

Wer vergangenen Sonntag den Festgottesdienst im Pfarrgarten mitfeierte und anschließend das Pfarrfest besuchte, war mittendrin statt nur dabei.

Pfarrer Stefan Anzinger hatte extra „sommerliches Wetter“ bestellt, um das Patrozinium der Pfarrkirche St. Peter und Paul unter freiem Himmel zu feiern.

Gemeinsam mit Kaplan Ramon Rodriguez, Pfarrvikar Dr. Dominic Tawiah, den beiden Trägern der Figuren der Kirchenpatrone Petrus und Paulus sowie zahlreichen Ministrantinnen und Ministranten in Deutschlandtrikots zog er in den Pfarrgarten ein. Den festlichen Gottesdienst gestalteten die Stattkapelle Neufahrn unter der Leitung von Otto Pritscher sowie der Kinder- und Jugendchor der Pfarrei unter der Leitung von Ilona Weber mit zahlreichen Instrumentalisten, musikalisch.

Trotz angekündigter Temperaturen von über 38 Grad waren viele Gläubige gekommen, um den besonderen Patroziniumsgottesdienst mitzufeiern.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Stefan Anzinger die Gemeinschaft in den Mittelpunkt und griff dazu die Fußball-Weltmeisterschaft mit einem Deutschland-Trikot als anschauliches Symbol auf. Wie im Fußball jeder Spieler mit seinen Fähigkeiten zum Erfolg der Mannschaft beiträgt, so lebe auch eine Pfarrgemeinde von den unterschiedlichen Begabungen ihrer Mitglieder. Ausgehend vom Evangelium, in dem Jesus die Bedeutung kleiner Zeichen der Nächstenliebe hervorhebt, ermutigte Anzinger dazu, füreinander da zu sein und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Mit Blick auf die Apostel Petrus und Paulus machte er deutlich, dass Verschiedenheit kein Hindernis, sondern ein Reichtum für die Kirche sei, wenn Christus die Mitte bleibe. Seine Predigt schloss mit der Einladung, eine Gemeinschaft zu sein, in der Menschen nicht nur dazugehören, sondern einander tragen – ganz nach dem Leitgedanken: „Man spielt nicht allein. Man glaubt nicht allein. Man lebt nicht allein.“

Nach dem Gottesdienst, der mit einem gelungenen Witz endete, wurde das Pfarrfest im Pfarrgarten fortgesetzt. Unter den schattigen Bäumen oder in den großen Zelten konnten sich die Besucher mit Gegrilltem, kühlen Getränken, Eis, Waffeln sowie Kaffee und Kuchen stärken.

Für Kinder und Familien gab es zahlreiche Angebote. Basteln, Kinderschminken, Klebe- und Airbrush-Tattoos, Bällebad, Hüpfburg und Wurfbude sorgten für Unterhaltung. Bei den hohen Temperaturen waren vor allem die Wasserrutsche und die aus Schwämmen gebastelten Wasserbomben gefragt. Die Natur-Kfz-Werkstatt des OGV Kläham mit Luise Maier, der Losstand mit vielen Preisen, der Bücherflohmarkt sowie das Pfarrfestquiz rundeten das Programm ab.

Ein weiterer Höhepunkt war am Nachmittag das traditionelle Entenrennen der Kolpingfamilie Ergoldsbach, das um 15 Uhr zahlreiche Besucher an den Goldbach lockte.

Für den musikalischen Nachmittagsausklang sorgte das Duo „Da Mei und da Sei“.

So wurde das Pfarrfest trotz der hochsommerlichen Hitze zu einem Tag, an dem Gemeinschaft nicht nur gepredigt, sondern auch spürbar gelebt wurde.

Text: Doris Brückl; Fotos: Barbara Deifel / Doris Brückl